Sonntag, 6. August 2017

RSG Hövelhof bei der 41. Giro delle Dolomiti

Sternfahrt zur 41. Giro delle Dolomiti:

In diesem Jahr haben 7 Hövelhofer Radsportler (Martin, David, Benny, Dietmar, August, Erik, Günter) aktiv an der Giro teilgenommen. Begleitet wurden wir noch von unseren Fans (Anna, Sandra, Jakob) und einem Gast(Günther) aus Willingen.

Im Frühjahr fragte mich David, ob ich nicht Lust hätte, mit dem Rad über Mellau zur Giro anzureisen. Ich fühlte mich sehr geehrt, überlegte nicht lange, und machte mich an die Planung zur Sternfahrt nach Bozen. Über Mellau sollte es gehen, da wir dort die letzte Gelegenheit hätten, die Hövelhofer KJG im Stadl besuchen zu können.
Die ca. 1000km lange Anreise sollte in 7 Tagen bewältigt werden. Nach Teilung der errechneten ca.15.000 Höhenmeter und Suche von geeigneten Unterkünften, ergaben sich die Etappen: E1 bis Alsfeld, E2 bis Werbach, E3 bis Gingen a.d.Brenz, E4 bis Mellau, E5 bis Saas(CH), E6 bis Tschierv(CH), E7 bis Frangart bei Bozen(I).
Es ging durch 5 Länder( Deutschland, Österreich, Lichtenstein, Schweiz, Italien) und 5 Alpenpässe: Furkajoch(1761m), Wolfgang Pass, Flüelapass(2383m), Ofenpass(2149m), Stelvio(2757m).

Mit jeweils 3kg Gepäck in der Satteltasche machten wir uns eine Woche vor dem Start der Giro auf den Weg. Unterwegs musste ich mehrfach erklären, das ich nicht der Vater von David sei.
Am zweiten Tag wurden wir bei der Suche nach einem Mittagsessen, spontan von einer Geburtstagsgesellschaft eingeladen, die wir natürlich gerne annahmen.
In der "Schäbischen Alb" wurde die Nahrungsaufnahme zu einem Problem. Wir kamen nur durch Geisterorte wie Hausen ohne Einkaufsmöglichkeiten. Eine Frau, die uns verstand, gab uns schließlich den Tipp, das es in Blaufelden, "Alles" gäbe. Wir machten einen kleinen Umweg, um zu diesem Schlaraffenland zu gelangen. Dort angekommen fanden wir schließlich statt Pizzeria eine Fleischerei mit Mittagstisch. Da dieser unseren riesen Hunger nicht befriedigen konnte, bestellten wir zum Nachtisch noch zwei Riesen Chili-Leberkässemmeln.
In Gingen ließ uns der Hotelier erst fahren, nachdem er ein Foto von uns für die lokale Presse gemacht hatte.
Kurz vor erreichen der österreichischen Grenze mussten wir uns zum ersten mal die Regenjacken anziehen, die wir dann auch erst am Folgetag in Lichtenstein wieder ausziehen konnten. Die ganze Vorarlberg Region war ein großes Regenloch. Bei der KJG Jugend in Mellau herrschte trotz der nicht so prickelnden Wetterlage, eine gute Stimmung. Nach Überquerung des Stelvio wurde das Abfahrtvergnügen leider durch eine Baustelle und hohes Verkehrsaufkommen getrübt.
Im Vinschgau mussten wir uns erstmal an Temperaturen von über 30 Grad gewöhnen.
Freitagnachmittag erreichten wir schließlich, wie geplant, das Hotel Sigmundskron, wo wir von den mit dem Auto angereisten Hövelhofern herzlich begrüßt wurden.
Der Samstag vor Beginn der 41. Giro wurde mit Abholung der Startunterlagen, Radpflege, Erholung am Pool und gepflegtem Dinieren verbracht. Der Hotelier Chistoph verteilte die Reste des Menüs zunächst erst immer ungefragt bei "den mit dem Rad angereisten Gästen".

Davids Bericht von der 41. Giro delle Dolomiti: 

Freitag – Ankunft im Mannschaftsquartier

Freitag, 28. Juli 2017, Bozen, Südtirol. Es ist ein sonniger und ruhiger Morgen, auch am Fuße der Burg Sigmundskron im gleichnamigen Sporthotel. Noch deutet nicht viel auf das sportliche Großevent hin, das hier in den folgenden Tagen die umliegenden Berge in pulsierende Wettkampfarenen verwandeln wird. Die jährliche Dolomiten-Rundfahrt, der „Giro delle Dolomiti“ soll in der kommenden Woche hunderte Rennradler nach Bozen ziehen.

Für die meisten Hotelbewohner ist noch nicht einmal Frühstückszeit, da rollt ein PKW mit Paderborner Kennzeichen und vollgepackt mit Rennrädern, Werkzeug, Energieriegeln, Trikotsätzen und natürlich August und Martin, den hochmotivierten ersten Rennfahrern der RSG Hövelhof vor – für die kommenden neun Tage planmäßig die letzten Meter die motorisiert zurückgelegt werden sollen.

Zur gleichen Zeit knapp 100 Kilometer weiter westlich in Santa Maria im Münstertal denkt man nicht an motorisierte Fortbewegung. Zwei weitere hochmotivierte (einige sagen auch übermotivierte) Mitglieder der RSG Hövelhof, Günter und David, starten ihre letzte Etappe der Anfahrt nach Bozen. Mit dem Rennrad, klar. Schon sechs Etappen mit fast 1.000 Kilometern und ca. 13.000 Höhenmetern haben sie seit ihrem Start in Hövelhof am vorangegangenen Samstag hinter sich gebracht. Am Ende des zweiwöchigen Rad-Abenteuers sollen es fast 2.000 Kilometer und 30.000 Höhenmeter werden. „Wer Radrennen fahren will, der kann doch auch mit dem Rad anreisen.“, so ihre Überlegung. Bei ihrem Fünf-Länder-Giro durch Deutschland, Österreich, Liechtenstein und die Schweiz bis nach Italien haben sie bereits diverse Mittelgebirge und mit dem Furkajoch, dem Wolfgangpass, dem Flüelapass und dem Ofenpass auch schon einige „ernsthafte Hindernisse“ überwunden. Die endgültige Wettkampfhärte wird dann auf der letzten Etappe der Anfahrt mit dem Umbrailpass und der Königin der Pässe, dem Stilfser Joch, erfahren.

Es sollen noch einige Stunden vergehen bis sich die beiden Duos treffen. In der Zwischenzeit sind mit Dietmar und Benny zwei weitere Fahrer im Mannschaftsquartier Sigmundskron eingetroffen. Begleitet von den Fahrer-Frauen Anna und Sandra und dem jüngsten Nachwuchsfahrer – Jakob sitzt mit vier Monaten zwar noch nicht selbst auf dem Rad, wird die Rennathmosphäre aber Tag für Tag in sich aufsaugen und aufmerksam dem Fachsimpeln der Fahrer nach den Rennetappen lauschen. Mit Günther Jentsch ist auch der Gastfahrer des Nachbarvereins Rad-Treff Borchen mit den Hövelhofern angekommen, der im gehobenen Alter von 70 Jahren den Giro delle Dolomiti mehr als 30 Jahre nach seiner ersten Teilnahme noch einmal bestreiten möchte und sich dafür der bekanntermaßen geselligen Radsportgemeinschaft Hövelhof angeschlossen hat.

Am späten Nachmittag ist es dann soweit. Die Hövelhofer und weitere radsportliche Gäste des Hotels empfangen Günter und David, die nach jetzt über 1.000 Kilometern ihr Zwischenziel erreicht haben. Anerkennung und ungläubige Fragen mischen sich. „Seid ihr wirklich mit dem Rad hergekommen? Wahnsinn!“ stellt ein Sportsfreund kopfschüttelnd fest. „Auch für euch steht der Giro doch erst noch bevor!“ Recht hat der Mann. Das Team ist damit fast vollständig. Nur Erik wird erst am nächsten Tag erwartet. Ein voller Terminkalender fordert zwar etwas Flexibilität, hält ihn aber nicht von der Teilnahme ab. Denn die RSG hat „Bock auf Berge!“

Samstag – Letzte Vorbereitungen auf die Rundfahrt

Der Samstag dient nur noch der Vorbereitung. Startunterlagen abholen, Räder präparieren, Streckenpläne und Höhenprofile studieren. Die Spannung im Team steigt am Tag vor der ersten Etappe. „Wie viel Bar fährst du?“ „Wie steil wird es morgen? Reicht wohl meine Übersetzung 36-28?“ Im Motorsport hieße das wohl Benzin-Gespräche, hier gibt’s nur Muskeln! Aber auch die brauchen Treibstoff! Also Kalorien tanken nicht vergessen. Am Besten im Café der Konditorei Peter Paul in Sankt Pauls. Ein Geheimtipp für jeden Freund von Eis und Sahneschnitten!
Auswärtige Verköstigung, die eigentlich vollkommen überflüssig ist. Kurz nach der süßen Völlerei steht schon das Abendessen im Hotel auf dem Plan.
Wie immer ein vorzügliches Vier-Gänge-Menü perfekt abgestimmt auf die Bedürfnisse der Radsportler. Während des Essens stößt dann auch Erik zur Gruppe. Angereist mit Flugzeug, Bahn und Taxi – weil sich keiner von der köstlichen Abendverpflegung lösen kann, um ihn vom Bahnhof abzuholen. Sorry nochmals Erik! Aber du hast ja selbst schnell festgestellt, dass es sooo schade um das lecker Pfifferlingsrisotto gewesen wäre. Und nach dem Essen? Ab ins Bett! Schlafenszeit für ambitionierte Sportler – und die, die es noch werden wollen.

Sonntag – Erste Etappe mit neuer Teamkooperation

Am Morgen der ersten Etappe hat Hotelwirt Christoph wie immer alles auf „seine“ Radfahrer ausgerichtet. Schon ab 6.45 Uhr steht das reichhaltige Frühstücksbuffet bereit. Trotz das es früher Morgen ist, ist nichts von Müdigkeit zu spüren. Spannung, leichte Nervosität und vor allem Vorfreude liegen in der Luft. Bunte Trikots wirbeln am Buffet durcheinander. Jeder weiß genau, was sein Körper für die anstehenden Strapazen des Tages benötigt. Müsli, Melonen, Vollkornbrötchen, Eier, Joghurt – fast rituell spulen die Fahrer ihre Nahrungsaufnahme ab. Und schon fällt eines auf: die strahlenden Schwarz-Rot-Gelben Trikots der Hövelhofer stechen hervor, wirken deutlich stärker vertreten als sie es zahlenmäßig tatsächlich sind. Ein Effekt der sich später im Fahrerfeld fortsetzen soll.

Dann heißt es aufsatteln und locker zum Messegelände rollen, von wo aus die Etappen gestartet werden. Immer noch ist es deutlich vor 8.00 Uhr, eine Uhrzeit zu der sich die meisten am Sonntagmorgen normalerweise noch einmal im warmen Bett von der linken auf die rechte Seite drehen würden. Aber ein warmes Bett vermisst hier keiner, denn auch an der „frischen“ Luft erreichen die Temperaturen schon gute 20 Grad. „Herrlich warm“ wird festgestellt. „Herrlich kühl“ wäre die richtigere Einschätzung, wie die Hitze der nächsten Tage zeigen wird.

Am Messegelände warten bereits hunderte Rennfahrer, scharren mit den Clicks und warten ungeduldig, dass der „Giro delle Dolomiti 2017“ endlich losgeht. Megafone und Lautsprecher dröhnen, das Feld steht dicht gedrängt vor dem Startbogen, im Hintergrund türmen sich bereits die ersten Berge auf, Kameras und Fotograf halten den Moment fest – eine beeindruckende Atmosphäre, insbesondere für die ca. 300 Erststarter die sich im 600 Teilnehmer starken Feld befinden.

Endlich geht es los! Abgeschirmt von beflaggten Autos und Motorrädern setzt sich die Karawane in Bewegung. Überraschend langsam für ein Radrennen. Kein Wunder, das Feld fährt neutralisiert.
Die Besonderheit der Dolomiten-Rundfahrt ist es, dass bei jeder Etappe nicht die Gesamtzeit gewertet wird, sondern nur ein zeitgemessenes Teilstück in die Gesamtwertung einfließt. In der Regel ein um die 10 Kilometer langes Steilstück – mal etwas kürzer, mal etwas länger. Hier haben die Fahrer Zeit ihre Kräfte zu messen und sich zu verausgaben. Für den Rest der Etappe steht das Fahren in einer der wunderschönsten Berglandschaften der Erde im Vordergrund.
Die Blicke können über die Gipfel und Täler schweifen und müssen nicht kontinuierlich am Hinterrad des Vordermanns kleben. Auch die langen und teils sehr steilen Abfahrten verlieren auf diese Weise etwas von ihrer Gefährlichkeit. Trotzdem soll der Tag noch zeigen, dass auch bergab höchste Konzentration gefordert ist! Aber bevor es bergab geht, steht erstmal „bergauf“ im Lastenheft. 50 Kilometer sind es heute – bis zur steilen Zeitmessstrecke. „Relativ flach“ geht es bis nach Brixen das Eisacktal hoch. Was „relativ flach“ in dieser Region bedeutet, wird der ostwestfälische „Flachlandtiroler“ spätestens nach diesem Tag wissen. Die „kleinen Wellen“ der Anfahrt würden rund um Hövelhof wohl schon als gestandene Hügel bezeichnet.

Dann geht es richtig hoch. Hoch auf die Plose. Das Ziel ist die Bergstation der Plosebahn, die Zeitmessstrecke beginnt in St. Andrea, dem Talort der Liftanlage. Oben angekommen werden alle wissen, welche Mühen man sich mit so einem Lift ersparen kann. 15 Kilometer und 1000 Höhenmeter lauten die Rahmendaten der Wertung.
Als August oben ist, trauen die bereits angekommenen Teamkollegen ihren Augen nicht. Er fällt spontan auf die Knie und huldigt dem Berg!? Die kurze Fehlinterpretation löst sich schnell auf. Von Krämpfen geplagt hat er die letzten Kilometer bewältigt, sich aber nicht von der Jagd nach einer guten Zeit abbringen lassen. „Zu wenig Salz“, lautet die kurze Analyse. „Das passiert mir nicht nochmal!“ Erik geht den Wettkampf entspannter an. Für ihn gilt „Dabei sein ist alles!“ und so muss auch mal ein wichtiger Rückruf während der Zeitmessung erfolgen („Auf der Nummer kriege ich nur ganz wenige Anrufe. Das ist dann schonmal dringend und dann rufe ich auch sofort zurück.“). Unglücklich ist dann allerdings, dass bei seiner Ankunft das bereits zur Abfahrt aufgestellte Fahrerfeld die komplette Zeitmesstechnik blockiert und Erik ohne Zielzeit schon am ersten Tag aus der Gesamtwertung fällt. So what? Zu gewinnen gibt es sowieso nichts.

Nachdem der höchste Punkt der Etappe geschafft ist, heißt es genießen. Die Geißlerspitzen zeigen bei herrlichem Sonnenschein ein Bergpanorama wie im Bilderbuch.
Scharen von fotografierenden Radsportlern am Straßenrand zeigen, dass hier nur wenige den Wettkampf in den Vordergrund stellen. Jeder weiß das Privileg zu schätzen, fähig zu sein in dieser Region Rennrad fahren zu können.

Und dann geht es runter. Eine rauschende Abfahrt! In der Etappenbeschreibung formuliert es der Veranstalter so: „Die lange, steile und enge Abfahrt durch das Vinössertal verlangt Konzentration.“ Leicht gesagt, aber es liegen bereits einige anstrengende Stunden im Sattel hinter den Fahrern. Und so versteuert sich Erik bei Tempo 65 in einer Kurvenkombination, schlägt in der Böschung ein und kommt zum Sturz. Geistesgegenwärtig räumt er sofort die Unfallstelle, so dass die folgenden Fahrer ungehindert passieren können. Einige Teamkollegen die sich unmittelbar hinter ihm befanden, eilen sofort zur Hilfe. „Alles ok?“ wird natürlich nach der Gesundheit des Fahrers gefragt. Zum Glück gibt es keine größeren körperlichen Blessuren. Das Rad ist allerdings nicht mehr fahrtauglich. Der für Erik schon fast gewohnte Laufradschaden macht die Weiterfahrt unmöglich und so ist es gut, dass auch ein Begleit-Bulli des Team RSC Niddatal gehalten hat. Durch die Hilfsbereitschaft der Kollegen ist der Transport zum Ziel somit schnell organisiert. Zur gleichen Zeit und nur wenige hundert Meter weiter hat auch Martin die Abfahrt kurzzeitig unterschätzt. Zu spät gebremst, das Hinterrad blockiert, der Reifen geplatzt und schon kommt es zum Sturz. Mit Glück im Unglück hält die Leitplanke Martin auf der Strecke. Der Einschlag schmerzt, aber ein weiterer Fahrer, der an der gleichen Stelle stürzt, hat weniger Glück. Er wird über die Leitplanke katapultiert und fällt den dahinter befindlichen Abhang mehrere Meter herunter. So hat Martin nur kurz Zeit sich um seinen eigenen Zustand zu kümmern und klettert stattdessen zu dem verletzten Kollegen herunter und leistet hier erste Hilfe. Nachdem die medizinische Versorgung organisiert ist, ist allerdings Martins Weiterfahrt noch nicht organisiert. Wie es der Zufall will, hat das Team Niddatal einen weiteren Bulli und der hält – Na wo? - genau an der zweiten Unfallstelle und bietet Martin die Mitfahrt an. Ohne von ihren jeweiligen Stürzen gegenseitig gewusst zu haben, finden sich Erik und Martin also in den direkt hintereinander ins Tal fahrenden beiden Bullis des RSC Niddatal wieder. Erik, erkennt die Situation, ruft Martin im vorderen Bulli an und fragt nach seinem Wohlbefinden. Da es beiden bis auf Schürfwunden und Prellungen gut geht, kehrt nach dem ersten Schock so wieder die berühmte gute Laune der Hövelhofer zurück, die mit deftigen Witzen über das eigene Missgeschick garniert wird. Den Gipfel findet Martin dazu beim Etappenabschluss-Essen in der Messehalle. Nach ausgiebigen Schilderungen des Sturzgeschehens stellt er fest, dass die Vereinskleidung wohl den Zusatz „extrem reißfest“ verdient hätte. Trotz des meterweiten Asphaltrutschers konnte er noch keine Schäden feststellen. Das übernahmen dann David und einige junge Damen. Als alle vom Essen aufgestanden waren, meinte David sich zu erinnern, dass Martins Hintern bei der Abfahrt am Morgen noch nicht vollständig freigelegt gewesen sei. Auch die Mädels am Nachbartisch signalisierten durch ihr lautes kichern, dass die rückseitige Lüftungsöffnung von Martins Hose vielleicht etwas groß geraten war.

Der Rest des Tages wurde dann natürlich genutzt, um Körper und Material wieder auf Vordermann zu bringen. Die einen mit Mechaniker und allerlei Salben, die anderen nur im kühlen Nass des Pools, der bei jetzt fast 40 Grad die dringend benötigte Abkühlung brachte.

Nass kam es beim Abendessen dann auch noch von oben. Die Rennanalysen waren im vollen Gange als ein ganz anderes Schauspiel die volle Aufmerksamkeit auf sich zog.
Eine Gewitterfront mit Kino-Qualität überlagerte die gesamte umliegende Bergwelt mit bedrohlichen Wolkentürmen und -walzen. Blitz und Donner bescherten die nötigen Special-Effects. Und der Regen senkte dann die Temperaturen sogar auf unter 30 Grad! Einzig Martin, der sich noch einen Weg zu seinem Hotel im Tal durch das Unwetter suchen musste, war nicht ausnahmslos begeistert von dem Wetterphänomen.


Montag – Günter geht eigene Wege

Die Erlebnisse des ersten Tages gerade erst verarbeitet, wartete bereits die nächste Herausforderung. Nicht nur die zweite Etappe, sondern auch die Gewöhnung an die Hitze. Erstes Thema beim Frühstück war die Hitze der Nacht. Ohne Klimaanlage auf dem Zimmer hatte der eine oder andere bei fast 30 Grad (auch das Gewitter konnte keine wirkliche Abkühlung bringen) erst sehr spät in den Schlaf gefunden. Und David in der Folge auch erst sehr spät wieder aus dem Bett heraus. Als alle anderen sich schon für die Abfahrt zum Start fertig machen wollten kam er erst zum Frühstück. Verschlafen. Anders als am Vortag, war allerdings auch den anderen Radlern heute schon leichte Müdigkeit anzumerken. David, der sonst nicht unbedingt für eine hektische Gangart bekannt ist, wenn die Uhr der Zeitmessung nicht läuft, musste sich heute also auch vor dem Startschuss schonmal beeilen. Den Stressmoment überwunden ging's wieder geschlossen runter zur Messe. Auch die beiden „Bruchpiloten“ des Vortages waren wieder mit an Bord. Erik mit neuen Laufrädern, Martin trotz schwerer Rückenbeschwerden – man lässt sich ja von keinen Unplanmäßigkeiten nicht aufhalten.

Am Start dann das „übliche“ Prozedere. Auch für die Neulinge am zweiten Tag nicht mehr ganz so aufregend. Da schleicht sich schonmal eine leichte Unaufmerksamkeit ein und so trat Erik beim aufsteigen Günters Transponder ab. Eigentlich kein großes Ding, aber nach der kurzen Reparatur war das Feld weg und Günter alleine. Und gerade heute war gemächliches Starttempo kein Thema. Die ersten 50 Kilometer liefen flach (in diesem Fall echtes „flach“) und das Tempo wurde hoch gehalten. Für den Zurückgefallenen keine Chance die Lücke zu schließen, musste er sich auf sein Navi und den heruntergeladenen Track verlassen. Mit diesem Versuch wenig erfolgreich suchte Günter sich seinen eigenen Weg durchs Hochgebirge, während sich das Hauptfeld bei glühender Hitze durchs wunderschöne Zimmerstal (Val di Cembra) schlängelte. Nachdem er bereits einmal zum Zielort der Zeitmessstrecke gefahren war, wo zu diesem Zeitpunkt jedoch noch nichts für die Fahrer vorbereitet war, „fand“ Günter das Feld nach ca. 80 Kilometern dann kurz vor Cavalese doch noch wieder. Einige ersparte Kilometer hatte er zu diesem Zeitpunkt schon mit zusätzlichen 1.000 Höhenmetern „ausgeglichen“.

In der Zeitmessung wurde dann belegt, wie irreführend Durchschnittsberechnungen sein können. 12 Kilometer mit durchschnittlich 4,7% Steigung treiben keinem geübten Radfahrer Sorgenfalten auf die Stirn.
Wenn allerdings einige nicht weiter erwähnte Gefälle-Strecken in diesem Abschnitt liegen, geraten die verbleibenden Steigungskilometer umso steiler. So einfach ist Mathematik – und so brutal! Der Unmut über diese „kleine Unzulänglichkeit“ verflog jedoch am Ziel der Zeitmessung umgehend, als Anna, Sandra und Jakob die Fahrer jubelnd empfingen! Einen herzlichen Dank für die starke Unterstützung!!!

Der Weg ins Tal und zurück zur Messe verlief dann störungsfrei. Geht doch! So standen im Ziel dann nicht Stürze und Reparatur-Vorhaben im Vordergrund, sondern vorwiegend die Ranglisten. Spätestens beim Abendessen war klar, jetzt waren fast alle vom Rennfieber infiziert. Wer liegt vor wem? Welcher Gesamtrang steht zu Buche? Wo bin ich in meiner Altersklasse? Und wen gilt es morgen zu distanzieren?

Dienstag – Verkürzte Zeitnahme, verlängerte Etappe

Der Dienstag verlief für die Hövelhofer dann endlich ohne nennenswerte Zwischenfälle! Chapeau! Keine Unfälle, keine Defekte, alle sind pünktlich aufgestanden und keiner ist vom Weg abgekommen! Dafür lief für den Veranstalter nicht alles nach Plan. Für die mit über 20 Kilometern sehr lange Zeitmessung hatte man sich mit Teilen der Anfahrt zum Passo Rolle und der Auffahrt zum Passo Valles eine etwas zu verkehrsreiche und verkehrstechnisch relevante Strecke ausgesucht. Die Sperrung wurde untersagt und die Zeitmessstrecke deutlich verkürzt. Beschwerden darüber wurden jedoch nicht laut, da die Vortage und die weiterhin glühende Hitze den Fahrern schon einiges abverlangt hatten. Zudem wären Klagen, egal welcher Art, bei dieser atemberaubenden Kulisse sowieso fehl am Platze gewesen.
Durch Fleimst- und Fassatal, an den Füssen von Latemar und Rosengarten, vorbei am türkisen Karersee
– was sich anhört wie eine Dolomiten-Werbebroschüre entspricht tatsächlich einer Kurzzusammenfassung der Streckenführung. Da wurde sogar die um mehr als zehn Kilometer über Plan liegende Strecke gerne in Kauf genommen.

Nach einer langen und kräftezehrenden Etappe freuten sich dann aber auch alle auf den anstehenden Ruhetag. Bei Wein, Pils und Weizenbier wurde dann am Abend die erste Hälfte der Rundfahrt reflektiert. Professionelle Ernährungspläne? Irgendwie kann und will man seine Herkunft und seinen Anspruch dann ja doch nicht ganz verleugnen. Immerhin hat hier kein Fahrer der RSG Hövelhof jemals eine Rennlizenz besessen oder strebt eine solche an. Also Prost!

Mittwoch - Ruhetag

Nach ähnlichem Schema wie der Dienstagabend verläuft auch der Mittwoch. Es ist Ruhetag. Klar, es wird mal ein Blick auf das Rad geworfen und kleine Servicearbeiten werden vorgenommen. Dietmar kann es sogar nicht ganz lassen und fährt „kurz“ den Mendelpass hinauf. Anna und David machen Kultur und besuchen das nahegelegene Mountain-Museum in der Burg Sigmundskron Aber alles in allem heißt es Pool, Füße hochlegen, Kaltgetränke und Eis genießen und ausspannen.

Da auch die Hotelküche am Mittwoch Ruhetag hat, steht auswärts essen an. Um lange Wege zu sparen wird eine nahegelegenen Pizzeria ausgewählt. Bei guter italienischer Küche soll auch die Getränkekarte nicht verachtet werden. Bei den hohen Außentemperaturen entscheiden sich Martin, Günter und David für ein kühles Kristallweizen. Offensichtlich ein nicht ganz gängiges Getränk in dieser Gaststätte, denn alle bekommen feinste „Jahrgangsgetränke“ deren beste Zeit vor ein, teilweise sogar zwei Jahren abgelaufen ist. Der Umstand kann jedoch keinen beunruhigen und sorgt so für allgemeines Gelächter und schlussendlich sogar eine leicht reduzierte Rechnung.

Donnerstag – Der längste Tag

Nach dem verdienten Ruhetag ist vor der zweiten Rennhälfte. Am Donnerstagmorgen geht die komplette Hövelhofer Truppe wieder etwas ausgeruhter an den Start. Was auch dringend notwendig ist, wie sich später zeigen soll, denn der Tag hat es in sich. Das liegt jedoch nicht nur an der Strecke, aber dazu später mehr.

Zu Beginn steht wieder die vom ersten Tag bereits bekannte Anfahrt durchs Eisacktal an. Diese Mal geht es jedoch noch weiter bis nach Sterzing. Dort hat sich der Veranstalter ein kleines Bonbon ausgedacht.
Eine Durchfahrt durch die Altstadt soll wohl etwas Aufmerksamkeit für den Giro bringen und den Fahrern weitere Schönheiten der Region zeigen, die engen Kopfsteinpflaster-Gassen der Altstadt von Sterzing sind für die ca. 600 Rennradfahrer jedoch nicht ideal ausgelegt.

Mit verlassen der Stadt beginnt umgehend die Zeitfahrstrecke hoch zum Penser Joch. 16 steile Kilometer. Nach den vorhergehenden Etappen für einige Fahrer zu viel. Absteigen und schieben ist für einige Teilnehmer jetzt die letzte Lösung (natürlich aber nicht für die Fahrer der RSG Hövelhof!). Nach kurzer Erholung am Pass geht es dann in die 50 Kilometer lange Abfahrt. Für jeden Rennradfahrer eigentlich ein Traum, im eingebremsten und dicht gestaffelten Feld jedoch Zeit höchster Konzentration. Einzelne Fahrer sehen jedoch weniger Notwendigkeit in einer rücksichtsvollen Fahrweise und bringen so sich und viele sicher und vernünftig fahrende Mitfahrer in Gefahr – und zum Sturz. Bei hohem Tempo verbremst sich ein Fahrer bei einem Ausweichmanöver und provoziert damit einen Massensturz des Feldes. Leider gibt es auch hier Verletzte, zum Glück der RSG-Fahrer jedoch nicht in ihren Reihen.

Beim Abendessen erwähnt Erik dann, dass er noch eine Spezial-Mission für den Abend hat, für die er sich Unterstützung wünscht. Bereits in der Auffahrt zum Penser Joch hatte er sich „entschieden“ etwas Abstand zum Hauptfeld zu lassen und folgte dann auch in der Abfahrt mit einigem Abstand. Beim Versuch das Feld für die Einfahrt nach Bozen wieder einzuholen löste sich bei einem Tastendruck sein Tacho und landete in der Böschung. Kurzes suchen war vergeblich und um das Feld nicht ganz zu verlieren wurde der Tacho im Berg zurückgelassen. Dieser sollte dort aber nicht die Nacht alleine bleiben. So setzte sich nahezu die ganze Mannschaft bei einsetzender Dämmerung nochmal in Bewegung, um den Tacho zu suchen. Da Erik noch sehr genau wusste an welcher Stelle er das Gerät verloren hatte und 14 Augen (insbesondere Dietmars) mehr als zwei sahen, war die Suche auch schnell wieder beendet.

Freitag – Die Ausweichetappe

Für den Freitag sollte es eigentlich nach eigener Anreise mit dem Auto zum Fedaiapass und Pordoijoch gehen. Aus organisatorischen Gründen wurde die Etappe jedoch verlegt und es ging wie üblich morgens in Bozen los. Um der Rundfahrt einen würdigen Abschluss zu geben (am Samstag stand zwar noch eine Etappe an, diese lief jedoch außerhalb der Gesamtwertung als Mannschaftszeitfahren und auf überwiegend flachem Terrain) Ging es noch einmal über steilste Rampen, aber auch durch schönste Landschaften in die Dolomiten. Den Gipfel der Steilstücke erreichte eine Abfahrt die mit 35% Gefälle beschildert war. Ob dieser Wert tatsächlich erreicht wurde, bleibt zu bezweifeln, dass es extrem steil war jedoch nicht.

Auch diese Etappe konnten alle RSG-Starter wieder erfolgreich beenden und zwei der sieben damit sogar den Giro delle Dolomiti 2017. August und David hatten sich bereits unterwegs entschieden, dass im am Mannschaftszeitfahren am Samstag nicht mehr teilnehmen wollten, falls sich andere 5 Fahrer für die RSG finden sollten bzw. die Mannschaft gar nicht an den Start gehen würde. Benny, Dietmar, Erik, Günter und Martin konnten nicht genug von der Rundfahrt bekommen und entschieden sich so kurzum noch für das Mannschaftszeitfahren am Samstag zu melden.

Samstag – Mannschaftszeitfahren

Für den Samstagmorgen stand also noch das Mannschaftszeitfahren auf dem Programm. Mit reduzierter Gruppe setzte sich die RSG an diesem Morgen in Richtung Waltherplatz in der Altstadt von Bozen in Bewegung.
Dort sollte die letzte Etappe gestartet werden. Der Rest der Gruppe stärkte sich während dessen noch im Hotel, um dann an der Strecke genug Kraft zum Anfeuern zu haben.

Hatten sich die Veranstalter mit dem Mannschaftszeitfahren auch ein interessantes Highlight überlegt, so war die Umsetzung doch holprig. Für die Zeitmessung sollte die Hauptverkehrsader durch das Etschtal gesperrt werden - an einem Samstag, also dem Tag des Bettenwechsels. Die Genehmigung dafür war dann wohl auch kurzfristig ausgeblieben und die Strecke verlegt worden. Zu Beginn des knapp 30 Kilometer langen Zeitfahrens war die Strecke wohl noch nicht einwandfrei ausgeschildert, so dass einige Mannschaften die Orientierung verloren und sich verfuhren. Kein Problem für die Jungs von der RSG.
Die Strecke wurde problemlos gefunden. Das richtige Teamtempo war dagegen schon schwieriger herauszufinden. Da Mannschaftszeitfahren sonst nicht regelmäßig auf dem Trainingsplan der RSG stehen, lag das Tempo bereits kurz nach dem Start offenbar etwas zu hoch. Nach wenigen Führungswechseln und einer ersten Kuppe war das Team bereits nur noch zu viert.
Jetzt hieß es durchbeißen. Das wurde aber von Fahrer-Frauen, Fahrer-Nachwuchs und einem pausierenden Teamkollegen, die jubelnd am Streckenrand standen, deutlich erleichtert. Wie sich herausstellte, hatte die „begeisterte Menge“ jedoch auch schon ein professionelles Training hinter sich. Jubeln für die Kameras, auch ohne vorbeifahrende Rennfahrer hatte bereits im Vorfeld auf dem Programm gestanden. Der Veranstalter hatte den Fan-Anhang der RSG für Video-Aufnahmen zum Giro schon bevor die Fahrer vorbei kamen zu hollywoodreifen Aufnahmen animiert. Echtes Showbusiness.

Fazit

Mit Showbusiness hatte der Rest der Rundfahrt wenig zu tun. Ehrliche Anstrengungen in berauschender Naturkulisse prägten den Giro. Auch die Filmreifen „Stunts“ waren real und alle Beteiligten glücklich mit dem Schrecken, kleinen Blessuren und bezahlbaren Materialschäden davon gekommen zu sein.
Glücklich waren insgesamt alle Fahrer der RSG über ihre Leistungen. Ein guter Platz in der Gesamtwertung, ein vorderer Platz in der Altersklasse, den selbst erwählten Gegner geschlagen, alle Berge mit eigener Kraft erklommen oder einfach dabei gewesen zu sein. Wie das jeweilige „Ziel“ auch aussah, am Samstagnachmittag herrschte Zufriedenheit. Auch darüber am nächsten Tag mal nicht aufs Rad zu steigen. Und Spaß? Auch wenn die Schilderungen an mancher Stelle gar nicht nach Spaß klingen, den hatten wir allemal!

Und auch viele andere hatten offenbar Spaß mit uns. Wie oft wurden wir angesprochen, wie groß unsere Gruppe eigentlich sei. Ständig sehe man unsere Trikots, regelmäßig wäre man im Gespräch mit einem Hövelhofer. Viele kannten unsere Geschichten der Anreise per Rad über mehr als 1.000 Kilometer mit dem Rad oder die beiden gleichzeitig gestürzten Fahrer auf der ersten Etappe, die sich bei den Niddatalern wieder getroffen haben. Vielen Dank an dieser Stelle auch noch einmal an das Team des RSC Niddatal für die super nette Hilfe!

Zum Schluss lässt sich festhalten: Es waren 9 Tage in Südtirol mit sechs herrlichen Radetappen. Das Wetter hat mit durchgängigem Sonnenschein eine trotz kleiner Optimierungsmöglichkeiten  super organisierte Radrundfahrt ideal unterstützt. Die Begleitstaffeln aus Motorrädern und PKWs während der Rundfahrt, der Mechaniker-Service vor, während und nach den Etappen und das Rund-um-Sorglos-Paket im Hotel Sigmundskron, mit wie immer köstlichem und auf unsere Bedürfnisse abgestimmtem Essen, Schrauber-Möglichkeiten und tollem Service, haben uns Fahrern eine Radsportwoche ermöglicht, in der wir uns fühlen konnten wie die Profis. Wir werden also bestimmt wiederkommen. Ach ja, und dann hoffentlich auch mal mit Damen-Anteil, den der ist bei der Dolomiten-Rundfahrt mittlerweile bemerkenswert hoch!


Link zum Album: Giro Dolomiti 2017 


Videos vom Giro Veranstalter:



Sonntag, 18. Juni 2017

RSG WE Tour Herkules 2017

Dieses Jahr führte die schon traditionell gewordene Wochenendtour des RSG (5tes Jahr)
in den Habichtswald bei Kassel.

2017 folgten 11 RSG Fahrer der Einladung, da Sie Zeit und Lust hatten ein gemeinsames Wochenende auf dem Rad zu verbringen. 


Am Samstagmorgen trafen wir uns um 9.00 in der Ferdinandstraße

Für den ersten Tag hatten wir uns 122km mit 1472hm vorgenommen.

Nach einem 1/3 der Tagestour gab es am Kloster Dahlheim bei KM42 die erste kurze Verpflegungspause. Zu unserer Überraschung war der geplante überdachte Rastplatz schon vom Rad-Treff Borchen besetzt, der dort seine RTF Verpflegungsstelle aufgebaut hatte. Unsere Service Damen Ingrid und Ati hatten aber schnell einen alternativen Platz in der Nähe gefunden. Einige RTF Fahrer steuerten unseren Verpflegungsstand an, da Ihnen unser Angebot (mit belegten Brötchen von Jüde), wohl offensichtlich besser gefiel.

Nach weiteren 36km gab es dann am Volkmarsener Sauerbrunnen eine längere Verpflegungspause:


Der gedeckte Tisch lockte sofort hungrige Passanten an

Um 14:30 kamen wir dann beim Herkulesdenkmal, dem  Highlight dieser Tour, an:


Weiter ging es, auf teilweise geteertem Serpentinenweg runter durch den "Bergpark Wilhemshöhe", zum Hotel am "Schloß Wilhemsthal" in Calden:

Stärkung vor dem Check-In
Nach dem Abendessen machten einige dann noch einen Spaziergang durch den Park des Schlosses:

Sonntagmorgen ging es dann nach viel Diskussionen um Parkplatz- und WLAN-Gebühren wieder Richtung Heimat:
Für mich das Highlight dieses Tages: Die uralten Eichen des Reinhardtswaldes
Die erste Verpflegungsstelle in Helmershausen wurde von mir nicht auf Anhieb gefunden, da es offensichtlich mehr weiße Bänke an "der Bleiche" gab, als angenommen.

Weiter ging es auf wunderschönen verkehrsarmen Landstraßen Richtung Westen:



Die letzte Pause machten wir am Wasserschloß in Neuenheerse. Die Damen hatten hier ein sehr schönes schattiges Plätzchen gefunden:

KM82 Neuenheerse

Fazit: Aus meiner Wahrnehmung, am Ende der Tour im Einstein, wieder sehr zufriedene Teilnehmer, was Mut macht, auch im kommenden Jahr wieder eine WE Tour mit ähnlichen Rahmenbedingungen anzubieten.

Alle Bilder dieser Tour in der Cloud zum:  Download

Samstag, 22. April 2017

Frühjahrs RTF Hövelhof 2017


Trotz kalter Witterung über 250 Teilnehmer. Etwa die Hälfte waren wieder Trimmfahrer ohne BDR Wertungskarte. Auch E-Bikefahrer konnten wir dieses Jahr begrüßen.











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